Vorgeschichte

Vor dem Jahre 1951, wo noch keiner an “Kneipe” dachte, war jahrelang das Milchgeschäft, Körner Hellweg 512, der Familie Wilhelm und Gertrud (Gerda) Gobbrecht das traute Heim.

                            

Ab 1951

Angefangen hat alles mit einer Idee, so erinnert sich Heinz Gobbrecht gerne an die alten Zeiten. “Klammheimlich hatte meine Mutter das Haus Körner Hellweg 42 gekauft und die Wirtschaft aufgemacht, mein Vater Wilhelm war eigentlich dagegen” so sagt er.

Also zog man aus dem Milchgeschäft in die Gaststätte um.
                                                                                               
1951 hieß die Lokalität noch nicht “ Haus Gobbrecht “ sondern “ Hellweg Braustübl “, und war noch nicht
ganz wieder aufgebaut, da der II. Weltkrieg einiges zerstörte.

Das störte aber die Familie Gobbrecht nicht und sie legten alle Hand an.

Zwei Jahre später wurde dann offiziell aus dem “ Hellweg Braustübl “ das heutige “ Haus Gobbrecht “.
Schon von Anfang an war die Gaststätte Treffpunkt für Vereine wie den Körner Schützenverein. Die III. Kompanie der Bürgerschützen hat sich nach dem Krieg sogar bei “ Gobbrechts “ neu gegründet (1954).

                


In den 60er Jahren wurde dann ein neuer Tresen eingebaut und man änderte auch einiges an der
Inneneinrichtung. Geändert hat sich aber nicht, daß das Bier immer noch sehr gut gekühlt aus dem 1951 eigens dafür hergerichteten Bierkeller kam.  

Viele Gäste feierten schon ihre Geburtstags und Hochzeitsfeste in dem schon damals großen Saal der Gaststätte. Denn schon zu der Zeit hatten ca. 60 Personen dort Platz.

Später kamen dann noch andere Vereine hinzu, ganz besonders freute man sich über den Sportverein ÖSG Viktoria 09, die sich mit mehreren Abteilungen hier niederließ.

1967 verstarb dann unerwartet Wilhelm Gobbrecht 12 Tage vor seinem 65. Geburtstag. Ein schwerer Schlag für die Familie. Heinz Gobbrecht half nun verstärkt seiner Mutter, zusätzlich neben seinem Fuhrunternehmen, das er mit seinem Bruder Willi führte.

In den 70er lief das Geschäft trotz der immer höheren Glasbierpreise und immer niedrig werdenen Flaschenbierpreisen prächtig. Mittlerweile hat sich sogar die Gaststätte in anderen Stadtbezirken herumgesprochen, denn bei “ Gobbrechts “ ist immer was los.

1971 übernahm dann Heinz Gobbrecht mit seiner Frau das Lokal, denn Gerda ging es immer schlechter bis sie dann am 06. Oktober 1979 verstarb. Körne trauerte um eine sehr bekannte und liebenswerte Dame.

1981 feierte ganz Körne an 3 Tagen das 30. Geschäftsjubiläum der Gaststätte “ Haus Gobbrecht “. 
Eigens zu diesem Jubiläum stellte die Veltins Brauerei ihr ältestes noch fahrbereites Fahrzeug zur Verfügung, ein 1920 in den Benzwerken Baden gebauter Pritschenwagen.   

Ende der 80er (1989) wurde die Gaststätte erneut umgebaut. Der alte Tresen der in den 60er montiert wurde, hatte ausgedient. Eine Art Rundtresen aus massiver Eiche wurde installiert.

Dieses neue Ambiente wurde sehr gut von den Gästen aufgenommen. Und auch der Saal wurde modernisiert, so das er für kleinere Feiern geteilt werden konnte.

1999 übernahm Eva Janik, Tochter von Eva Gobbrecht, die sich zusammen mit ihrem Mann Heinz Gobbrecht in den wohlverdienten Ruhestand zurückzog, die Gaststätte.


                  

Auf das Jahr 2001 blicken alle stolz zurück. An drei Tagen feierte ganz Körne und Umgebung auf dem Gelände der “ Gobbrechts “ das 50. Geschäftsjubiläum der Gaststätte. Alles was Rang und Namen hatte in der Gastronomiebranche, war vertreten. Am ersten Tag des Jubiläums gab es das Bier für einen Preis, den es zuletzt in den 70er gab. Man kann sich dann vorstellen, was da los war.

Heute blicken wir auf über 50 Jahre Tradition und drei Generationen von Wirtsleuten in der Gaststätte und wir hoffen, daß es so weiter geht. Denn in der Gaststätte “ Haus Gobbrecht “ ist immer was los.

Wir hoffen, auch Sie eines Tages in unserem Lokal begrüßen zu dürfen.

Ihre Eva Janik